Die Arbeit des Vereins

Wir suchen Verstärkung für unser aktives Team

Voraussetzung für diese Tätigkeit ist die Teilnahme an einem Grundkurs zur Ausbildung als Notfallseelsorger/in sowie die anschließende Mitgliedschaft bei der Seelsorge in Notfällen e.V. (SiN).

Informationen dazu unter „Ausbildung“

Die aktiven Mitglieder von SiN sind rund um die Uhr einsatzbereit: 24 Stunden am Tag - 7 Tage die Woche.

 

SiN arbeitet eng und unbürokratisch mit Feuerwehren, Rettungsdiensten und der Polizei zusammen, um schnell seelsorgerlichen Beistand zu leisten, wo er notwendig und gewünscht ist.

Ein Einblick in unsere Arbeit

Das Alarmsignal der Leitstelle kam gegen 08:30 Uhr. „Suizid eines jungen Mannes“ wurde uns am Telefon gesagt. Am Einsatzort angekommen, erhal-ten wir die notwendigen Informationen.

Es gibt Augenzeugen, die wir zu betreuen haben. Sie sind entsetzt darüber, dass sie das Geschehen nicht verhindern konnten. Fragen nach dem „Warum“ und den Hintergründen stehen im Raum.

Auch wir Notfallseelsorger sind betroffen von dem, was uns erzählt wird. Wir sitzen bei den Augen-zeugen, hören zu, geben Informationen für weitere Hilfestellungen … als erneut das Alarmsignal der Leitstelle kommt mit dem Auftrag, die Angehörigen vom Tod des jungen Mannes zu informieren.

Die Haustür wird geöffnet – Polizei und Notfall-seelsorge vor der Tür … ein Schock für die Betroffenen, die Welt bleibt stehen.

Wir bleiben bei der Familie, nachdem die Polizei-beamten ihre Arbeit getan haben. „Das kann nicht sein! Warum? Was ist denn genau passiert? Das kann nicht sein, Sie müssen sich irren, alle müssen sich irren …“

Wir hören aufmerksam den Fragen zu, beant-worten sie wahrheitsgemäß, schauen uns Fotos des Verstorbenen an, hören seine Lebens-geschichte … Und immer wieder die Frage nach dem „Warum“, auf die es keine einfache Antwort gibt.

Als sich nach einiger Zeit die Verzweiflung über das Unfassbare etwas gelegt hat, geben wir der Familie Hinweise über die nun notwendigen Schritte und weiteren Hilfsangebote.

Obwohl wir eine schlimme Nachricht überbracht haben, ist die Familie bei unserer Verabschiedung dankbar, dass wir Zeit für sie hatten, dass wir einfach bei ihnen waren und zuhörten.

Wir verabschieden uns mit dem Gefühl, den Betroffenen hilfreich zur Seite gestanden zu haben und sehen darin unsere sinnvolle Tätigkeit.

Einsatzstatistik 2016 (nach Indikationen):

Gesamtzahl der Einsätze: 126.

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